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Bora Bora – Zelten auf Korallen

Flitterwochen auf Bora Bora mal ein bisschen anders.

Von dieser Insel im Südpazifik hat wohl sogut wie jeder schon gehört. Ein grün bewachsener Vulkan, umringt von Korallenriffen (Motu), die eine natürlich türkisblaue Lagune formen. Geschützt von den Riffen fühlt es sich an, als befände man sich in einem riesigen Pool. Das Wasser ist flach und kristallklar, eine traumhafte Szenerie. Kein Wunder, dass sich hier so einige Luxushotels niedergelassen haben. Sie bauen nicht auf die Insel, sondern mitten in die Lagune. Auf Stelzen stehen die Bungalows – vom Bett direkt ins Wasser springen. Das und mehr erwartet die Urlauber, deren Taschen tief genug sind.

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Ein Satellitenbild der Insel, der rote Punkt markiert den Campingplatz.

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Unser Budget reichte dafür nicht aus und so hieß es: Camping auf Bora Bora. Im Internet konnten wir einen inoffiziellen Campingplatz finden. Noel heißt der Betreiber. Er spricht nur französisch. Elena kann zwar etwas französisch sprechen, aber für ein Telefonat war es doch etwas zu eingerostet. Glücklicherweise wohnte in unserem Hostel in Auckland ein junger Franzose, der die Reservierung für uns vornahm. Nach einem langen Flug und einer unruhigen Nacht am Flughafen von Tahiti landeten wir nun auf Bora Bora. Trotz des bewölkten Himmels, war allein der Anflug auf die Insel atemberaubend.

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Am winzigen Flughafen hatte jedes der Luxushotels eine kleine Bambushütte, an denen mit Blumen geschmückte Polynesierinnen ihre Gäste in Empfang nahmen. Jeder von ihnen bekam eine wundervoll duftende Blumenkette umgehängt, wir natürlich nicht. Wir waren schließlich auch die einzigen Touristen mit Rucksäcken und Zelt auf dem Rücken. Jeder, den wir nach dem Campingplatz fragten schaute uns nur ungläubig an. Sogar im Touristenbüro hatte man noch nie etwas von einem Campingplatz gehört. Kurz bekamen wir leichte Zweifel, aber verfolgten unseren Plan einfach weiter. Also nahmen wir die Fähre, die uns zur Hauptinsel brachte. Der Flughafen liegt nämlich auf einem vorgelagerten Korallenriff. Von dort aus fuhren wir mit dem Taxi zum verabredeten Treffpunkt. Auf der Fahrt stellte sich jedoch heraus, dass jeder hier Noel kennt. Eine Insel eben. Also brachte die Fahrerin uns direkt zu ihm. Nachdem seine Tochter noch kurz mit uns einkaufen ging, brachte uns die gesamte Familie mit einem Boot zum Campingplatz auf dem Motu. Sofort wurden wir von unserer Wächterin herzlich begrüßt. Eine nette Hundedame, die den liebevollen Namen Meia trägt, zu deutsch Banane 🙂 Unter einer kleinen Treppe lebte ihr Nachwuchs, sechs Welpen, die nicht älter als ein paar Wochen sein konnten und noch sehr wacklig auf den Beinen waren.

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Neben einer kleinen Hütte mit Toiletten und Duschen (alles Wasser kommt aus Regentonnen und Eimern), dient eine ehemalige Strandbar als Küche und Unterstand – das Motu Cafe. Abends zwischen fünf und neun Uhr gab es sogar Strom, da wurde der Generator angeworfen. Andere Camper gab es nicht. Nachdem die Familie uns alles gezeigt hatte und uns Kokosnüsse und Papayas in die Hand drückte (den Fisch lehnten wir dankend ab) fuhren sie wieder und wir waren allein in unserem kleinen Paradies. Da saßen wir nun, gegenüber der Hauptinsel und hatten wohl den besten Blick von allen. Die Gäste der Luxushotels hatten es wohl nicht so idyllisch, Hütte an Hütte.

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Noels Frau zeigte uns, wie man reife Kokosnüsse richtig verarbeitet.

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Die nächsten Tage verbrachten wir total entspannt: Baden im warmen kristallklaren Wasser, Schnorcheln in den farbenfrohen Riffen, Spazierengehen entlang des Motus, Krebse ärgern, lesen in der Hängematte, mit Hundewelpen spielen. Aber immer wieder erwischten wir uns, wie wir Ewigkeiten einfach nur diesen Anblick bestaunten. So eine schöne Insel hatten wir noch nie gesehen, einfach nur traumhaft. Das Wetter ließ nicht zu wünschen übrig, ab unserer Ankunft im Regen wurde es immer besser und besser. Sogar Tuncay blieb diesmal nicht von Sonnenbrand verschont. Auch die anderen Bewohner des Riffs waren sehr freundlich, grüßten nett und boten uns immer wieder Fisch an. Nachdem wir ihnen beichteten, dass wir Vegetarier sind, brachten sie uns kurze Zeit später einen großen Korb mit Bananen, Mangos und Pomelos vorbei. Die Menschen in Polynesien sind sehr nett und strahlen eine unglaubliche Gelassenheit aus. Zum Glück konnten wir uns wenigstens ein bisschen auf Französisch verständigen, denn Englisch ist eher weniger verbreitet. Selbst hier auf dem Riff, abseits der Hauptinsel, fehlt es den Menschen an nichts. Satellitenschüsseln auf den Dächern, Kühlschränke und Autos, wobei wir keine Straßen gesehen haben 😉

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Am letzten Abend, einem Samstag, kamen Noel und einer seiner Freunde, um den Generator einzuschalten. Dieser Abend endete spät, nach einer dreiviertel Flasche Whiskey und unzähligen Dosen Bier. Noel ist wirklich ein sehr lieber Mensch und erzählte uns viel über die Insel, ihre Bewohner und deren Vergangenheit. Je später es wurde, desto besser die Verständigung. Gegen Ende konnte sogar Tuncay Französisch sprechen und kroch auf allen Vieren ins Zelt 😉

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Der Abschied fiel uns diesmal sehr schwer. Eine unvergessliche Zeit auf einer atemberaubenden Insel. Viel ausgegeben haben wir auch nicht. Das war sicherlich der günstigste und entspannteste Weg diese Luxusinsel zu erleben. Eine Nacht auf dem Campingplatz kostete 2000 CPF – 16 Euro pro Person + Transfer zum Motu und zurück 3000 CPF – 24 Euro.

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Comments

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    • Fabienne Benz
    • 15. April 2014

    die Bilder sind der hammer 😉

    • Lorna
    • 22. Februar 2014

    Thank you for the posting, it was very informative.
    We are camping for 1 month in FP and plan to spend a week at BoraBora Camping.
    I looks lovely.
    And, you are honeymooners! Congratulations.

      • Elena
      • 23. Februar 2014

      Thank you 🙂 good choice, it´s really lovely on Bora Bora! If you need any information, let us know.

      And if you´re planning to go to Huahine, there is also a nice campingground with free Kayaks. (http://www.pension-tenahetoetoe.net/US/Iti/toetoe-iti.php)

      Have a good time and enjoy!

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