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Ja, Java ist auch eine Insel.

Eins hatte diese Insel eindeutig mit dem Programmieren gemein: Sie bescherte uns kurze Nächte.

Es ist halb vier. Morgens. Für indonesische Verhältnisse ist es bitter kalt, um die 15 Grad, da wir uns auf über 2000 Meter Höhe befinden. Doch wir frieren nicht. Seit halb eins sind wir auf den Beinen, haben einen langen Weg hinter uns. Er führte uns den steilen Pfad hinauf auf den Ijen-Krater. Mit Taschenlampen bewaffnet erklommen wir den Vulkan, nur um oben angekommen, wieder hinab zu steigen – in den Krater. Die Anstrengungen haben sich gelohnt, wir bewundern die lodernden Flammen, blau gefärbt vom Schwefel. Die Sonne geht langsam auf und der riesige Krater mit samt seines leuchtend türkisfarbigen Sees wird sichtbar. Dieser See ist säurehaltig und wird oft als größtes Säurefass der Erde bezeichnet. Immer wieder kreuzen Schwefelträger unseren Weg, sie bauen den Schwefel im Vulkan ab und bringen ihn hinunter ins Dorf. Dort wird er vor allem an die Zuckerfabriken verkauft. Mit 60-90 kg auf den Schultern machen sie sich ca. drei Mal am Tag auf den Weg, den wir unbeladen schon als anstrengend empfanden. Damit verdienen sie ungefähr 9 Euro pro Tag, sind aber in ihrer Gemeinde sehr geachtet.

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Unsere letzten Tage waren prall gefüllt von Vulkanen, Tempeln, Sonnenaufgängen und jeder Menge Reis. In Yogyakarta bewunderten wir den berühmten Tempel Borobudur. Vor Sonnenaufgang konnten wir die hinduistische Tempelanlage erkunden und die einzigartige Atmosphäre genießen. Sie befindet sich auf einem kleinen Hügel in einem Tal, umgeben von Bergen.

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Ein Tagesausflug führte uns zum Dieng-Plateau, einer Hochebene, die vor allem für seinen Gemüseanbau bekannt ist. Jede noch so kleine Fläche der steilen Berge wird genutzt – überall Kohl, Tomaten, Pilze, Kartoffeln. Aufgrund der Höhe waren wir aber leider fast immer in Wolken gehüllt.

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Der Mount Bromo, der wohl bekannteste Vulkan Javas, begeisterte uns sehr. Auch hier ging es früh los. Dafür aber nicht zu Fuß sondern mit einem in die Jahre gekommenen Jeep, der uns ächzend den Berg hinauf schleppte, zu einem Aussichtspunkt, von dem man den perfekten Blick auf die Vulkane Bromo (vorne), Batok (mitte) und Gunung Semeru (Hintergrund). Wie es nunmal so ist mit schönen Orten, mussten wir ihn mit etlichen anderen Frühaufsteher teilen und jeder versuchte den besten Platz für das beste Foto zu finden. Trotzdem war der Sonnenaufgang überwältigend. Im Anschluss stiegen wir noch auf den Kraterrand und blickten in den Rachen des schlafenden Drachens.

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