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¿Qué tal Goa?

Endlich am Meer!


Abends losfahren, schlafen und morgens seid ihr schon in Goa! So hat es uns der nette Mann im Reisebüro erklärt, bei dem wir unsere Zugtickets kauften. Leider hatte er vergessen zu erwähnen, dass zwischen dem Beginn unserer Reise und der Ankunft am Morgen in Goa noch ein weiterer Tag liegt. Das merkten wir erst als wir unsere Tickets etwas genauer ansahen. 36 Stunden Zugfahrt – na das kann ja heiter werden! Wir hatten schon viele Erzählungen gehört, man könnte in indischen Zügen so freundliche Familien kennenlernen, die alles mit einem teilen würden. Aber ein bisschen Bedenken, was uns erwarten würde, hatten wir schon. Doch mit solchen 36 Stunden hatten wir nicht gerechnet.
Es kam besser, als wir es je zu hoffen gewagt hätten. Unsere Abteilung teilten wir mit Abhishek und Reena, mit denen wir uns auf Anhieb gut vertanden. Die beiden kommen aus Nepal und hatten das gleiche Ziel wie wir, Goa! Auch Sie hatten noch keine Unterkunft gebucht, also beschlossen wir gleich zu Beginn zusammen eine Unterkunft zu suchen. Die nächsten 36 Stunden verbrachten wir lachend, spielend, redend und schlafend. Unsere neu gewonnen Freunde haben uns bei vielem geholfen, wie zum Beispiel bei der Essensauswahl und der Funktionsweise der indischen Schlafzüge. Von Stunde zu Stunde wandelte sich die karge Umgebung in eine grüne Palmenlandschaft. Da indische Züge mit offenen Türen fahren, konnte man ab und zu mal den Kopf raus halten. Die Luft wurde immer wärmer und feuchter. So schön und spaßig die Fahrt auch war, nach 36 Stunden Zugfahrt fühlt man sich einfach furchtbar. Harte Betten, stinkende Toiletten und alle 5 Minuten vorbeilaufende Verkäufer, die Ihre Waren anpreisen. Chai Chai Chai, Coffee, Chai !!!! Daraus machen Sie wirklich wunderbare Melodien.

Angekommen am Bahnhof Vasco da Gama namen wir uns zusammen ein Taxi. Schon auf der Fahrt wurde deutlich, wie sehr die 500 jährige Kolonialzeit Portugals diesen Bundestaat geprägt hat. Die Häuser waren bunt und mediterran, die Namen portugiesisch und die Hindugötter wurden durch Jesus- und Mariasticker ersetzt. Kleine süße Kirchen und Altare an jeder Straßenecke.
Der Ort in dem wir wohnten heißt Baga. Ursprünglich wollten wir weiter in den Norden Goa’s, aber unsere Mitreisenden waren schon öfter hier und kannten sich deshalb gut aus. Uns hat der Ort gut gefallen, ein schöner Strand und eine kleine versteckte Bucht die Tuncay entdeckt hat. Auffällig war, das alle Speisekarten neben englisch auch auf russisch übersetzt waren. Ein beliebtes Reiseziel der Russen. Nastrovje!

Die nächsten Tage entspannten wir uns in der Sonne, tranken aus Kokosnüssen, ließen uns die Füße massieren und tanzten in den Sonnenuntergang 🙂
Leider gestaltete sich die Weiterfahrt als etwas schwierig, da die Züge alle ausgebucht waren. Deshalb verbrachten wir noch weitere zwei Tage in Panjim, der Hauptstadt Goa’s. Auch hier gab es zahlreiche Kirchen zu besichtigen, unter anderem die größte Kirche Asiens. Besonders interessant war auch hier der indo-portugiesische Baustil.

Das was wir von Goa gesehen haben, hat uns gut gefallen und das Bild von Indien wesentlich verbessert. Hier im Süden geht es sehr viel entspannter zu. Deutlich weniger Müll auf den Straßen, und nicht so viele Touristenfallen, aber dafür ist es hier momentan unglaublich heiss. In der Sonne ist es kaum auszuhalten.

 

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Comments

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    • Dr Abhishek/Reena
    • 28. November 2013
    Antworten

    Dear Elena/Tuncay
    Thanks A lot . really good pics and awesome writing. Though it was written in german i translated it in english and read it

    all the best guys
    love
    Abhi and Rina

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